Kapalabhati

Als Kapalabhati wird eine Atemübung (Pranayama) bezeichnet und wird auch Reinigungsübungen (Kriyas) des Yoga zugeordnet. Kapalabhati wird zusammengesetzt aus dem Wort „kapala“, was soviel wie Schädel oder Schale bedeutet und dem Wort „bhati“, das so viel wie Leuchen oder Licht heißt.

Bei dieser Atemübung wird vorrangig das Ausatmen geübt. Während die Einatmung reflexhaft und passiv bleibt, ist die Ausatmung aktiv und kraftvoll. Das Ausatmen erfolgt durch kräftiges Einziehen der Bauchdecke nach innen. Durch das verstärkte Ausatmen von Kohlendioxid wird das Verlangen zum Einatmen im Atemzentrum verringert.

Im yogischen Kontext dient diese Technik als Abkehr von starken Verhaftungen zur Gegenwart und somit zur Bewusstseinsveränderung. Daher wird diese Atemübung auch oft für die Vorbereitung auf eine Meditation verwendet. Da mühelos längere Atempausen ermöglicht werden, eignet sich diese Atemübung auch zur Vorbereitung der Kumbhakas.

Variationen des Kapalabhati

Bei der Kombination mit Nadi Shodhana Pranayama (Wechselatmung) wird nur durch ein Nasenloch geatmet. Dabei wird immer das andere Nasenloch zugehalten. Ein Wechsel erfolgt entweder zwischen jeder Ein- und Ausatmung oder nach einer bestimmten Anzahl von Atemzügen. Die schwierigste Übung ist die erstere Variante.

Kapalabhati kann schnell mit der Übung Bhastika verwechselt werden, bei der Kumbhaka hinzugefügt und zu einem Pranayama wird. Auch hier werden Varianten genutzt, bei denen abwechselnd die Nasenlöcher Verwendung finden.

Konsultation eines guten Lehrers

Nach Aussage von ausgebildeten Yogalehrern sollte Kapalabhati langsam und vorsichtig einstudiert werden. Wichtig ist die Entwicklung einer ausgewogenen Körperwahrnehmung, wenn diese Atemübung erlernt wird.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann Kapalabhati nach Meinungen von Experten wie André Van Lysebeth auch von Asthmatikern praktiziert werden. Dagegen zweifeln Kritiker diese Übung an. Sie sind der Meinung, dass sie ähnlich wie eine Hyperventilation wirkt und sich ein Sauerstoffmangel durch das Verengen der Blutgefäße im Gehirn einstellen kann. Jedoch wird bei Kapalabhati die Atmung bewusst gesteuert. Angebliche Gesundheitsschäden können nicht belegt werden.

 

 

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